Die große Sorgfalt bei der Suche nach den Zutaten und Zubereitungen sowie die gastfreundliche Begrüßung durch die Besitzer laden dazu ein, dieses etablierte Lokal zu wählen, das nie überzogen ist.

Sobald man dieses bezaubernde Lokal betritt, überkommt einen ein warmes Gefühl von Gemütlichkeit, so als ob man hier zu Hause wäre. Das ist dem kompetenten und gastfreundlichen Personal zu verdanken. Arek und Silvia schenken dem Gast die gebührende Aufmerksamkeit und jeder Wunsch wird freundlich und sorgfältig erfüllt.

Das gastronomische Angebot, das von Silvia mit Hilfe des Chefkochs Nicola erarbeitet wird, gibt einen Einblick in die kulinarischen Spezialitäten der Gegend und bietet auch Qualitätsprodukte, die durch Slow Food-Förderkreise geschützt sind.

Zu den Antipasti gehören der handwerklich hergestellte Visso-Schinken, Supplì, Innereien vom Chianina-Rind und gebratene Zucchiniblüten, gefolgt von Linguine mit geräucherter Schleie, hausgemachten Stringhetti mit Saubohnen und Pecorino-Käse, Cappellacci mit Fior-di-latte-Mozzarella und Tomaten. Bei den Hauptgerichten dreht sich alles um Fleisch: Teufelshähnchen, Streifen vom Chianina-Rind mit Roveja-Erbsen (Slow Food-Förderkreis), gebratene Visso-Lammkeule mit Rosmarin überbacken. Beilagen der Saison und köstliche hausgemachte Desserts und Eis zum Abschluss.

Der Weinkeller ist gut sortiert, mit überraschenden Angeboten, die auch im Glas serviert werden.

Osterie d’Italia, 2015

Die Tradition wird weitergeführt, wie dies so oft bei guten Ergebnissen der Fall ist. Das trifft genau auf Silvia zu, die zusammen mit ihrem Mann Arek, einem geschätzten Sommelier, 1998 das Familienrestaurant übernommen hat.

Silvia vermittelt einen soliden umbrischen Einschlag, dem Nicola, ein lukanischer Koch, eine nicht minder interessante südliche Note hinzufügt. Regionale Verbundenheit und Produkte der jeweiligen Saison sind ihre Fixpunkte.

Dafür gibt es viele gute Beispiele: Linguine mit geräucherter Schleie aus dem Trasimenischen See, Karpfenfilets mit Fagiolina-Bohnen vom Trasimenischen See. Die Hauptrolle spielt allerdings das Fleisch vom Chianina-Rind, und zwar in allen Formen, von den Innereien bis hin zum Steak nach Florentiner Art.

Fuoricasello, 2015

Umbrische Pfannen- und Grillspezialitäten vom Fleisch und Fisch

Im Ortsteil Casaglia hat Silvia Pasticci seit 1998 ihren eigenen Platz im Familienhotel (Stella ist der Name ihrer Mutter). Ihre Küche ist durch einen stark regionalen Ansatz geprägt. Hausgemachtes Brot, Nudelgerichte und Desserts, nur natives Olivenöl extra aus Umbrien, Fisch aus dem Trasimenischen oder dem Bolsena-See, Fleisch vom Chianina-Rind von kleinen Landwirten, Nutztiere nur von zuverlässigen Bauern. Auch Innereien (Herz, Kutteln) sind auf der Speisekarte zu finden. Viel Wert wird auf Bio-Produkte gelegt, vom Mehl bis zum Gemüse.

Rustikale Eleganz, gut distanzierte Tische, überall Weinflaschen, die nicht nur italienisch sind, mit Angeboten im Glas und einer Karte, die etwa 300 Weine mit wirklich guten Preisen enthält. Das ist Arek Piszczyk zu verdanken, einem hervorragend vorbereiteten polnischen Sommelier und Silvias Ehemann. Silvia ist für den Speisesaal und die Küche zuständig, wo sie von Nicola Passarelli, einem lukanischen Koch, der viele Jahre in Umbrien gearbeitet hat, unterstützt wird. Herzstück der Küche sind die gegrillten Gerichte: Aal, Lamm- und Schweinekoteletts, Steak nach Florentiner Art (4,90 Euro pro 100 g, nur ein Hinweis, falls Sie ein riesen Fleischliebhaber sind).

Sie können mit einer Platte Salami oder Käse aus Cascia beginnen. Aus der Küche gibt es gebratene kleine Ährenfische aus dem Trasimenischen See, Supplì, Rührei mit Artischocken. Unter den ersten Gängen finden wir Linguine mit geräucherter Schleie, Stringhetti mit Saubohnen und Pecorino-Käse, Makkaroni mit weißer Chianina-Fleischsauce, ein Fleisch, mit dem auch die Ravioli mit Salbei vorbereitet werden. Zu den Hauptspeisen zählen Filets vom Königskarpfen, geschmorter Ossobuco, süß-saures Perlhuhn, Kaninchen im Porchetta-Mantel, gebratenes Visso-Lamm. Auch bei den Beilagen steht Sorgfalt an oberster Stelle: gegrillte Artischocken, gebratenes Feldgemüse, sautierte rote Colfiorito-Kartoffeln.

Zum Abschluss: Ziegenkäsemousse mit Apfel-Minze-Püree, Haselnussparfait, Schokoladenfondue und, unsere Spezialität, Pannacotta mit Erdbeerpüree. An guten Spirituosen mangelt es nicht. Bei Schönwetter können Sie im Freien essen. Achtung! Stella ist wochentags nur zum Abendessen und sonntags nur zum Mittagessen geöffnet. Von Juni bis September hingegen ist es umgekehrt: sonntags Abendessen und kein Mittagessen.

Il venerdi di Repubblica, 17 maggio 2013

Eine moderne Osteria etwas außerhalb der Stadt. Die Küche ist schlicht und gleichzeitig von hoher Qualität.

Zu empfehlen sind die „Innereien vom Chianina-Rind“, die „Leonessa“-Makkaroni mit weißem Ragout vom Rinderschwanz, das über Holzkohle gekochte Freilandhuhn, das Baiser-Dessert mit Sahne und dunkler Schokolade.

Bemerkenswerter Weinkeller. Etwa 35 Euro.

L’Espresso, 14 marzo 2013