Stella Restaurant Vinothek ist seit 2003 im Slow Food-Genussführer für Umbrien vertreten und gehört seit 2010 zur Slow Food Chef Alliance, einem Netzwerk von Köchinnen und Köchen, die sich weltweit für die biologische Vielfalt einsetzen.

Wir verpflichten uns, Kleinproduzenten, die die Artenvielfalt schützen, zu unterstützen, und verwenden jeden Tag in unserer Küche Produkte aus Slow Food-Förderkreisen oder solche, die unter das Projekt „Arche des Geschmacks“ fallen. In Umbrien gehören Mazzafegato (Wurst mit Schweinsleber) aus dem oberen Tibertal, schwarzer Sellerie aus Trevi und Cottora-Bohnen aus Amerino ebenso dazu wie Fagiolina-Bohnen vom Trasimenischen See, Roveja-Erbsen aus Civita di Cascia und Ciccotto (gemischtes Schweinefleisch aus dem Holzofen) aus Grutti.

Diese Vereinbarung hält sich an bestimmte Regeln, die wir Ihnen hier vorstellen.

Slow Food Chef Alliance

Wir arbeiten mit Landwirten und Züchtern zusammen, die die Artenvielfalt erhalten.

Die Artenvielfalt besteht aus lokalen Rassen, Hülsenfrüchten, Gemüse- und Obstsorten, aber auch aus Brot, Süßspeisen, Aufschnitt- und Käsesorten, die das Ergebnis jahrhundertealten Wissens sind. Wir lassen es nicht zu, dass sie verloren gehen und von einem Markt vertrieben werden, für den sie keinen Wert mehr haben!

SWir wählen Gemüse- und Obstsorten, die nachhaltig angebaut werden. Sie schmecken besser und sind gesünder. Wir kochen und lassen Produkte zur Geltung kommen, die unter Slow Food-Förderkreise oder das Projekt „Arche des Geschmacks“ fallen und kennzeichnen sie auf unserer Speisekarte mit diesem Logo.

Wir entdecken die Geschichte unserer Region neu und erzählen sie.

Unsere Identität wird auch über das Essen, seine Düfte und seinen Geschmack vermittelt. Die Produkte und Rezepte unserer Region wiederzuentdecken, ist der beste Weg, um zu erzählen, wer wir sind, wo wir leben und was die – einzigartige – Geschichte unserer Gemeinschaft ist.

Wir kaufen direkt von Produzenten der Region.

Menschen zu kennen und zu unterstützen, die leidenschaftlich und bodenständig arbeiten, versöhnt uns mit der Welt. Die biologische Vielfalt liegt auch vor unserer Haustür, und nur eine echte Synergie zwischen den verschiedenen Herstellungsbranchen wird zu einer wirklich nachhaltigen Wirtschaft führen.

Wir schreiben den Namen unserer Lieferanten auf die Speisekarte.

Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die den Mut haben zu ihrer Wahl zu stehen. Und dann wissen wir ja, dass der Einkauf beim gut bekannten Landwirt die sicherste Qualitätsgarantie ist.

Wir verwenden Produkte der Saison.

Unser Planet leidet. Die Intensivlandwirtschaft hat den Kontakt zu den Rhythmen der Natur verloren. Entdecken wir sie wieder und beginnen wir bei den Jahreszeiten! Frische Produkte riechen und schmecken besser und sind ganz einfach besser.

Wir entscheiden uns für Tiere, die glücklich gelebt haben.

Die industrielle Zucht verursacht bei Tieren großes Leid. Daher kaufen wir bei Landwirten, die mit Tieren verantwortungsvoll umgehen und die danach trachten, dass es ihnen gut geht.

Wir kaufen Fisch von handwerklichen Fischern und nur lokalen Fisch.

Auf diese Weise garantieren wir saisonale Gerichte und Fische aus Wildfang. Bei Stella finden Sie nur Süßwasserfische aus dem Trasimenischen See oder aus den Seen Mittelitaliens.

Wir sind solidarisch.

Einige viel verwendete Produkte wie Rohrzucker, Kaffee, Tee oder Kakao wachsen nur in bestimmten Regionen der Welt und stammen daher aus teilweise weit entfernten Ländern. Die multinationalen Konzerne bestimmen oft, wie viel uns diese Lebensmittel kosten, zum Nachteil der Bauern oder Arbeiter. In diesen Fällen wählen wir einen Fair-Trade-Markt oder als Alternative die Produktionen, die mehr über die Herkunft bekannt geben, d.h. wer wie produziert hat.

Carlin Petrini im Restaurant Stella in Perugia.

Wir verschwenden keine Lebensmittel und machen uns Gedanken über den Abfall.

Die Bewohner unseres Planeten verschwenden ein Drittel der von ihnen produzierten Lebensmittel, teils im Laufe der Produktionskette, teils weil sie sie nicht verbrauchen. Dennoch leidet eine Milliarde Menschen an Hunger. Wir verschwenden nichts und entdecken viele traditionelle Rezepte wieder, die genau darauf abzielen, weniger erlesene Teile der Lebensmittel und Reste zu verarbeiten.

Uns ist richtige Müllentsorgung wichtig.

Wir differenzieren den Müll, um die Umweltverschmutzung, die unseren Planeten zerstört, zu reduzieren.

Förderkreise sind Slow Food-Projekte, die Qualitätsprodukte aus kleinen Betrieben, die nach traditionellen Verfahren hergestellt werden, schützen
Besuchen Sie die Website www.fondazioneslowfood.com